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Das 1×1 von Investments: Aktive Fonds

Inhalt

Jeder von uns kennt das Problem: Wir würden gerne das hart verdiente Geld zur Seite legen, anfangen zu investieren um am Ende etwas mehr zu haben. Doch lohnen sich die typischen Fonds die bei deiner Bank um die Ecke angeboten werden?

Einführung – Was sind eigentlich Fonds und was nicht?

Fonds, auch Investment-Fonds genannt, sind aktiv gemanagte Sammlungen (Portfolio) an Aktien, Staatsanleihen, Immobilien, Währungen und Rohstoffen. Diese werden in der Regel durch einen Fondsmanager ausgewählt, gekauft oder auch verkauft. Ziel ist es eine höhere Rendite als die der gängigsten Indizes zu erreichen.

Darunter zählen u.a. für Deutschland der DAX, MDAX, TecDAX oder SDAX. In Europa wiederum bekannt ist der Euro Stoxx 50. In den USA dominieren der Dow Jones, S&P 500, Nesdaq 100.

Im Normalfall wird euch eine der folgenden Fondarten angeboten:

Offene Fonds – Bei diesem Fond werden Anteile des Fonds gekauft. Er kann unbegrenzt Geld aufnehmen.

Geschlossene Fonds – Diese Fonds dienen i.d.R. zum sammeln von Geldern für Großinvestitionen. Hierunter fällt die Investition in gewerblichen Immobilien, Wohnimmobilien, Beteiligungen oder auch Venture Capital Fonds und Private Equity Fonds. Der Anlagehorizont von 10 bis 30 Jahren ist relativ lang.

Ausschüttende Fonds – Fonds dieser Kategorie investieren meistens das eingezahlte Kapital in Unternehmen die monatlich, vierteljährlich oder jährlich Gewinne in Form einer Dividende an den Anleger ausschütten.

Thesaurierende Fonds – Entgegen den ausschüttenden Fonds reinvestiert der thesaurierende Fonds die Gewinne innerhalb des Fonds.

Vorteile – Warum / Wann könnte das Produkt interessant sein?

Grundsätzlich kann man sagen, dass es Sinn macht sich Fonds anzuschauen, wenn man sich nicht selbst mit den Unternehmen dahinter oder den fundamentalen Daten auseinandersetzen möchte.

Doch bei Fonds müssen wir die Vorteile differenziert betrachten:

Bei offenen Fonds ist ein Vorteil, dass schon mit einer geringen Sparrate monatlich investiert werden kann. Die Eingangshürde ist somit schon mal gering und es gibt keinen „falschen Zeitpunkt“ (siehe Cost Average Effect). Es gibt ebenso dutzende von aktiven Fonds auf dem Markt, so dass jeder Anleger nach einer Recherche den Fond mit der richtigen Anlagestrategie finden sollte. Vergleichsportale können dabei helfen.

Bei geschlossenen Fonds sehe ich zurzeit keinen Vorteil. Warum und welche Alternativen es gibt erfahrt ihr weiter unten.

Nachteile – Was macht das Produkt uninteressant?

Generell gilt bei Investment-Fonds, dass das Produkt i.d.R. mit sehr hohen Kosten verbunden ist. Das liegt daran, dass das Produkt aktiv gemanagt ist. Es muss mit den Gebühren der Fondsmanager und das ausgebende Institut bezahlt werden. Zusätzlich musst du berücksichtigen, dass die meisten Fonds es langfristig schaffen den Markt „out zu performen“ (Den Markt zu schlagen). Ein klarer Nachteil.

Ein weiterer Nachteil bei geschlossenen Fonds ist, dass diese besonders risikoreich sind. Sehr wenige Fonds – unter 6% – erfüllen die Erwartungen der Anleger und binden das Kapital unnötig lange. Die Beteiligungsstrukturen sind meistens undurchsichtig und sind nicht zu empfehlen.

Eine Alternative für Immobilieninvestitionen können REITs sein. Die findest du zum Beispiel bei Trade Republic* bzw. aus dem P2P Segment Estateguru*

Auch bei offenen Fonds gab es in der mittleren Vergangenheit Probleme. Im Zuge der Finanzkrise und Immobilienblase sind Anteile der Immobilienfonds quasi über Nacht wertlos geworden. Anleger waren hart getroffen.

Mein persönliches FAZIT

Aktive Fonds sind besonders risikoreich und sollten nur einen kleinen Teil des eures Portfolios ausmachen. Einerseits fallen vergleichsweise hohe Kosten an und anderseits ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes sehr groß. Gerade in letzter Zeit wurden wieder vermehrt aktive Fonds gehyped. Darunter allem voran die Fonds von ARK Invest und Cathie Wood.

Mein persönliches Fazit ist daher recht einfach: Es geht nichts über eine ordentliche Recherche. Andernfalls kauft sich die berühmte Katze im Sack. Es gibt Fonds die bedienen Nischen und werfen überproportionale Renditen ab. Das ist meistens jedoch eine Ausnahme. Werdet euch über euren Anlagehorizont (1 Jahr, 5 Jahre, 10 Jahre), dem Markt und die Branche des Fonds im Klaren und investiert.

Schreibt nach Möglichkeit gedanklich das investierte Kapital als Totalverlust ab.

Abschließend für euch noch das Magische Renditedreieck für Investments-Fonds:
Rendite: niedrig
Risiko: sehr hoch
Liquidität: niedrig
Anlegertyp: Spekulant

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